Schleim im Hals lösen – Diese Mittel helfen!

Schleim im Hals ist ganz normal, denn dieser erfüllt eine wichtige Aufgabe: Dieser sorgt für eine Aufrechterhaltung der Funktion der Schleimhäute und hält diese außerdem feucht. Entsteht im Zuge eines viralen Infektes allerdings zu viel Schleim, so macht sich dieser auf unangenehme Art und Weise bemerkbar: Ständig wird gehustet und sich geräuspert. Auf Dauer ganz das nervig werden. Daher wird nachfolgend in Erfahrung gebracht, wie Schleim überhaupt entsteht, ob es natürliche Schleimlöser gibt, was die Farbe des Schleims aussagt und wann sich der Arztbesuch nicht vermeiden lässt:

Diese Ursachen sind für den Schleim im Hals verantwortlich

Schleim im Rachen entsteht meist durch eine Erkältung beziehungsweise durch einen viralen Effekt. Jedoch kann Schleim auch ohne eine Erkältung auftreten. Somit kommen unterschiedliche Ursache in Frage, welche überprüft werden sollten:

Chronische Nebenhöhlenentzündung

Da es sich bei der Schleimbildung um ein typisches Symptom einer chronischen Nebenhöhlenentzündung handelt, ist diese eine häufige Ursache für den Schleim, welcher sich im Hals befindet. Der Schleim, welcher durch eine chronische Nebenhöhlenentzündung erzeugt wird, befindet sich meist zunächst in dem Nasenrachen und läuft anschließend bis in den unteren Bereich des Rachens. Grundsätzlich kommt es zu einer chronischen Nebenhöhlenentzündung durch einen Schnupfen im Zusammenhang mit engen Nasenhaupthöhlen, einer engen Nasenscheidewand oder vergrößerten Nasenmuscheln. Schleim kann im Zuge einer chronischen Nebenhöhlenentzündung durchaus über einen langen Zeitraum im Hals sein. Das liegt daran, dass auch eine chronische Nebenhöhlenentzündung meist erst nach einigen Wochen wieder vollständig verschwunden ist.

Allergische Erkrankungen

Ebenfalls häufig wird Schleim, welcher im Hals auftritt, durch allergische Erkrankungen oder allergische Reaktionen hervorgerufen. Es handelt sich hierbei um Allergien, welche im Zusammenhang mit der Inhalation auftreten. Besonders häufig treten dementsprechende Allergien durch das Einatmen von Tierhaaren, Pollen, Staub, Milben oder Schimmelpilzsporen auf. Diese Allergien führen wiederum dazu, dass die Schleimhäute des Rachens, des Kehlkopfes und der Nasen permanent gereizt werden und es somit zu einer erhöhten Schleimbildung kommt. Gerade für Menschen, welche das ganze Jahr über von solchen Allergien betroffen sind, kann der Schleim zu einer starken Belastung werden.

Chronische Mundatmung

Genauso häufig tritt Schleim im Bereich des Rachens auch aufgrund einer chronischen Mundatmung auf: Normalerweise atmen Menschen permanent durch die Nase, da diese die Luft filtert und wärmt. Es gibt aber auch Menschen, welche im Alltag unbewusst durch den Mund atmen – zum Beispiel, durch verengte Nasennebenhöhlen oder ähnliche Beschwerden. Genauso gibt es Menschen, welche während des Schlafes durch den Mund atmen, ohne dies zu bemerken. Dieses chronische Mundatmen führt wiederum zu einer Schleimbildung, da die Schleimhäute im Bereich des Mundes und des Rachens austrocknen und mit einer erhöhten Bildung an Schleim darauf reagieren.

Magensäure-Reflux

Nicht selten kann der Schleim, welcher sich im Rachen befindet, auch von einem Magensäure-Reflux ausgelöst werden: Hier fließt die Magensäure zurück bis in den Rachen und kann zu mehr Schleim führen. Das liegt unter anderem daran, dass die Magensäure die Schleimhäute im Bereich des Rachens stark reizt. Die gereizten Schleimhäute reagieren darauf wiederum mit einer erhöhten Schleimbildung um der Reizung entgegenzuwirken. Menschen, welche an einem Magensäure-Reflux leiden, klagen daher häufig auch von einer erhöhten Schleimbildung. Nicht selten kommt es auch zu Symptomen wie einem Kloß im Hals, einem starken und dauerhaften Räuspern, Reizhusten, Heiserkeit und Stimmveränderungen. Diagnostizieren lässt sich diese Ursache leicht bei Menschen, welche über Sodbrennen klagen.

Altersbedingter Schleim

Gerade mit dem Alter kann es zu einer Schleimbildung kommen. Diese ist im Alter sogar schon als Normal anzusehen. Die erhöhte Schleimbildung im Alter wird ausgelöst von den sich zurückbildenden Flimmerhärchen, welche dadurch ihre Transportfähigkeit verlieren. Dies wiederum führt dazu, dass sich größere Ansammlungen von Schleim im Bereich des Rachens bilden. Haben sich die Flimmerhärchen schon weit zurückgebildet, so können diese Ansammlungen auch als sehr störend wahrgenommen werden. Nicht selten kommt es bei Menschen im höheren Lebensalter auch zu einem Dauernaselaufen, was wiederum zu einer erhöhten Bildung an Schleim führt, welcher in den Rachen läuft.

Atemwegserkrankungen beziehungsweise Lungenerkrankungen

Atemwegserkrankungen sowie Lungenerkrankungen können ebenfalls zu einer erhöhten Schleimbildung führen. Diese Ursachen kommen zwar selten für den Schleim in Frage, sind aber nicht auszuschließen. Liegen Atemwegserkrankungen oder Lungenerkrankungen vor, so wird der Schleim von unten „hochgehustet“. Gerade wenn die Bronchien verschleimt sind, kommt dies häufiger vor. Sind die Bronchien verschleimt, so hängt dies meist mit einer Bronchitis oder einer chronischen Bronchitis zusammen. Allergisches Asthma kann ebenfalls für den Schleim im Rachen verantwortlich sein und lässt sich unter die Atemwegserkrankungen und Lungenerkrankungen zählen.

Überreizung des Rachens

Zu guter Letzt kann es zu einer übermäßigen Schleimbildung im Hals kommen, wenn eine Überreizung des Rachens vorliegt. Besonders häufig wird diese durch das Rauchen hervorgerufen. Das liegt an den toxischen Stoffen, welche beim Rauchen auf den Rachen treffen. Aber auch durch das Einatmen von toxischen Stoffen, welche beim Arbeiten ohne Schutzmaske entstehen, kann zu einer Bildung von Schleim führen. Dies ist zum Beispiel der Fall bei Schleifarbeiten oder Schreinerarbeiten. Das Einatmen von toxischen Dämpfen ist ebenfalls für die Bildung des Schleims verantwortlich. Grundsätzlich kommt es durch das Einatmen von Rauch, Feinstaub oder Dämpfen nur zu einer Schleimbildung, wenn die Inhalation über einen längeren Zeitraum vorliegt oder sich regelmäßig wiederholt.

Schleimlöser Hausmittel – so lässt sich der Schleim ganz einfach lösen

Wer ständig Schleim im Hals hat, kann in der Regel mit einigen praktischen Hausmitteln den Schleim lösen. Nachfolgend wird daher erläutert, wie natürliche Schleimlöser eingesetzt werden können und auf was dabei geachtet werden sollte:

Genug Trinken zum Lösen des Schleims

Genügend zu trinken stellt eine der einfachsten und wichtigsten Methoden im Kampf gegen den Schleim dar: Die Flüssigkeit ist zum einen für sämtliche Prozess des Körpers wichtig. Wird dieser mit genügend Flüssigkeit versorgt, so kann ein gesunder Ablauf aller Prozesse garantiert werden. Dies ist auch für den körpereigenen Kampf gegen den Schleim von wichtiger Bedeutung. Darüber hinaus hilft die Flüssigkeit beim zusätzlichen Befeuchten der Schleimhäute. Sind diese stark überreizt, so können diese durch eine Befeuchtung schneller heilen. Folglich stellt sich die übermäßige Schleimbildung wieder schneller ein. Neben viel Wasser sollte auch auf Kräutertees gesetzt werden, denn diese versorgen den Hals und die Schleimhäute mit heilenden Nährstoffen und beinhalten meist wichtige Antioxidantien, welche bei der Heilung der Schleimhäute helfen. Es kann empfohlen werden, 3 bis 4 Liter Flüssigkeit pro Tag aufzunehmen. Dabei kommt es vor allem auf die Regelmäßigkeit der Flüssigkeitsaufnahme an.

Schleimlöser Bronchien: Ingwer

Als Schleimlöser Bronchien beziehungsweise zum Lösen des Schleims, welcher sich im Hals befindet, eignet sich auch Ingwer perfekt. Das liegt daran, dass Ingwer starke antibakterielle Wirkstoffe enthält, mit welchen sich gereizte Schleimhäute effektiv heilen lassen. Dadurch lässt sich gleichzeitig auch der übermäßige Schleim effektiv bekämpfen. Um von der vorteilhaften Wirkung des Ingwers Gebrauch zu machen, kann eine frische Ingwerwurzel zerschnitten werden und mit heißem Wasser aufgegossen werden. Nach circa 10 Minuten kann dann der Ingwer-Tee getrunken werden. Es können durchaus mehrere Ingwer-Tees am Tag getrunken werden, um den Schleim zu beseitigen. Wer keine frische Ingwerwurzel zur Hand hat, kann den Tee auch mit frischem Ingwersaft zubereiten.

Schleimlösend Hausmittel: Apfelessig

Schleimlösend Hausmittel – Apfelessig eignet sich perfekt zum Lösen des Schleims im Hals, denn dieser spült den Schleim zum einen schnell weg und entfernt diesen somit. Zum anderen zerstört dieser auch die Bakterien, welche für die Bildung des Schleims verantwortlich ist, sofern eine bakterielle Infektion als Ursache für den Schleim in Frage kommt. Für eine perfekte Wirkung wird der Apfelessig gegurgelt. Allerdings sollte dieser zuvor mit Wasser gemischt werden, da der Apfelessig sonst zu stark für den Hals ist. Zwei Esslöffel Apfelessig werden daher einfach in eine kleine Tasse mit lauwarmem Wasser gemischt. Dieses Gemisch wird anschließend für mehrere Minuten gegurgelt. Wiederholt werden kann dieser Prozess mehrmals am Tag.

Honig als Schleimlöser Hausmittel

Die antibakterielle und beruhigende Wirkung von Honig ist allgemein bekannt. Daher stellt dieser auch ein gutes Hausmittel gegen Schleim dar: Der Honig sorgt nämlich vor allem für eine Beruhigung der Schleimhäute und lindert diese gleichzeitig. So produzieren diese nicht mehr übermäßig viel Schleim und der Schleim verschwindet schon nach kurzer Zeit. Besonders praktisch lässt sich der Honig natürlich in einem Kräutertee konsumieren. Aber auch ein pur auf einem Teelöffel kann der Honig aufgenommen werden. Am besten gegen Schleim eignet sich grundsätzlich der neuseeländische Manuka-Honig, denn dieser enthält eine große Menge an Methylglyoxal – einem Stoff, welcher antibakteriell wirkt.

Schleim lösen Hausmittel: Anis

Schleim lösen Hausmittel – Anis verspricht ebenfalls eine effektive Wirkung gegen den Schleim, welcher sich im Hals beziehungsweise im Rachen befindet. Das liegt daran, dass Anis auch eine große Menge an antibakteriellen Inhaltsstoffen aufweist, welche perfekt gegen den Schleim wirken. Gleichzeitig erleichtert Anis das Abhusten, sofern dieses im Zusammenhang mit dem Schleim auftritt – dadurch verschwindet der Schleim ebenfalls schneller. Um von der antibakteriellen Wirkung von dem Anis Gebrauch zu machen, werden dessen Samen einfach zerstoßen und mit heißem Wasser zu einem Tee oder einem Sud aufgegossen. Der Tee oder Sud kann mehrmals am Tag angewendet werden.

Thymian hilft beim Lösen des Schleims

Thymian ist ein effektives natürliches Heilmittel, denn das Kraut enthält viele Wirkstoffe, welche gegen unterschiedliche Beschwerden helfen. Besonders kann Thymian aber auch gegen Schleim im Rachen helfen: Dazu werden getrocknete Thymian-Blätter benötigt. Die Thymian-Blätter werden anschließend zum Kochen eines Tees benutzt. Der Tee sollte dabei lange ziehen, damit sich eine große Menge der natürlichen Wirkstoffe in diesem befindet. Zudem kann der Thymian-Tee mit Honig verfeinert werden. Empfohlen werden kann auch die Kombination von Thymian mit Salbei und Fenchel, denn auch von diesen beiden Kräutern geht eine heilende und antibakterielle Wirkung aus, welche beim Lösen des Schleims hilft.

Schleim lösen mit einer Nasendusche

Wer ständig Schleim im Hals hat, kann diesen auch mit einer Nasendusche lösen, denn die Nasendusche sorgt dafür, dass sich sämtliche Bakterien und Viren sowie der Schleim von den Schleimhäuten lösen. Am besten wird für eine Nasendusche auf natürliches Nasenspül-Salz zurückgegriffen, denn dieses beinhaltet keine starken Bakterien. Durch die Nasendusche wird aber nicht nur der Schleim entfernt: Gleichzeitig werden auch die Schleimhäute wieder mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Dadurch stabilisieren sich diese. Wer einmal am Tag eine Nasendusche anwendet, kann daher schon nach kurzer Zeit dem Schleim ein Ende setzen.

Was sagt die Farbe des Schleims aus?

Tritt Schleim im Hals auf, so kann dieser unterschiedliche Farben aufweisen. Meist ist dieser gelblich oder auch grün-gelb gefärbt. Die Farbe sagt aber zunächst nichts über die Ursache für den Schleim aus. Außerdem sagt diese nichts darüber aus, wie schwerwiegend die Ursache für den Schleim ist. Daher sollte nicht gleich mit starken Medikamenten reagiert werden, wenn der Schleim eine grüne Farbe annimmt. Kommt es mit dem Schleim allerdings zu einem grünen Auswurf, gleichzeitigem Fieber und einem Gefühl der Niedergeschlagenheit, so ist ein bakterieller Infekt wahrscheinlich.

Wann ist der Arztbesuch nicht mehr zu vermeiden?

In vielen Fällen lässt sich der Schleim im Hals ganz einfach mit den zuvor erwähnten Hausmitteln lösen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall: Ist der Schleim aber auch noch nach ungewöhnlich langer Zeit vorhanden, so sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn in solch einem Fall ist eventuell eine medikamentöse Behandlung notwendig. Je nach Ursache werden dann spezielle Nasensprays angewendet. Ist die Schleimbildung so stark, dass diese den Alltag schwer einschränkt, so sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden!

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