Reishi – Ein Vitalpilz geht um die Welt!

Der Reishi Pilz ist der berühmteste Vitalpilz überhaupt. Auf Japanisch bedeutet Reishi „göttlicher Pilz„. Seit mehr als 2000 Jahren wird er als Medizinalpilz eingesetzt und geschätzt. Nachfolgend bringen wir dir den Wunderpilz etwas näher und gehen dabei auf Herkunft, Wirkungsweisen, Nebenwirkungen sowie mögliche Darreichungsformen ein.

Der Reishi Pilz

Die Bezeichnung „Reishi“ ist aus dem Japanischen entlehnt, im chinesischen nennt man ihn „ling zhi“. In der deutschen Sprache ist dieser Pilz als glänzender Lackporling bekannt. Botanisch wird er als Ganoderma lucidum (LEYSS. ex FR.) KARST oder auch Ganoderma japonicum (FR.) LLOYD geführt. Er gehört zur Gattung Ganoderma und ist weltweit verbreitet. In Europa kommt er bis nach Südskandinavien vor, wobei er in Mitteleuropa nur selten anzutreffen ist. Er ist ein sogenannter Schwächeparasit, der das Totholz vor allem von Eichen, Rotbuchen und Ahornbäumen besiedelt.

Seine deutsche Bezeichnung geht auf die charakteristische Färbung der Fruchtkörper dieses Pilzes zurück, welche kräftig rotbraun gefärbt und mit einer Schicht aus Wachs überzogen sind, der den Eindruck einer glänzenden Lackschicht erzeugt.

Der Reishi-Pilz wird in Deutschland zu den sogenannten „Vitalpilzen“ gezählt. In der traditionellen chinesischen, japanischen und auch Indischen Medizin ist dieser Pilz ein fester Bestandteil. Da dieser Pilz als Nahrungsmittel nicht genießbar ist, stellt man in der Regel Tees aus dem getrockneten Pilzmaterial her oder überführt diesen in eine besser verwertbare Form indem man das Pilzmaterial pulverisiert oder einen Extrakt herstellt.

Der Reishi-Pilz enthält eine ganze Fülle an Inhaltsstoffen unterschiedlichster Klassen, von denen bislang ca. 400- 450 identifiziert werden konnten. Viele dieser Substanzen weisen eine bioaktive Wirkung auf und bei einer ganzen Reihe konnten bereits Wirkungen mit medizinscher Relevanz nachgewiesen werden. Hierbei existiert ein sehr breite Indikationsspektrum, allgemeine Vitalisierung, antioxidative Wirkung, entzündungshemmende Wirkung, Immunmodulation, leberschützende Wirkung, stoffwechselverbessernde Wirkung, Antitumorwirkung, Antiallergene Wirkung. Es lassen sich sowohl eine antivirale Wirkung gegen Herpes simplex als auch eine antibakterielle Wirkung gegen Helicobacter pylori nachweisen. Zusammen mit vorhandenen entzündungshemmenden und antioxidativen Einflüssen wird der Pilz häufig zur Behandlung von Gastritis verabreicht. Hierdurch erklärt sich auch die Behandlung von weiteren Erkrankungen mit entzündlichem Charakter, wie zum Beispiel Rheuma oder Arthrose in der traditionellen Medizin.

Reishi Wirkungen

Darüber hinaus lässt sich ein supportiver Effekt in Bezug auf die Wirkung anderer Medikamente beobachten. Nicht zuletzt dieser Effekt macht den Reishi-Pilz zu einem interessanten Kandidaten in der begleitenden Onkologie. Auch konnte ein Benefit in Bezug auf die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie nachgewiesen werden. Eine in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen beobachtbare Antitumorwirkung des Pilzes geht auf die enthaltenen Terpenderivate und Polypeptide zurück.

Zwar ist in Japan ist der Lackporling bereits als Krebsmedikament zugelassen, jedoch fehlen hier noch weitere aussagekräftige Ergebnisse.

Reishi Nebenwirkungen

Es sind keine generellen Nebenwirkungen des Reishipilzes bekannt. Es kann aber immer zu individuellen Reaktionen aufgrund von Überempfindlichkeiten gegen einige Inhaltsstoffe kommen.

Vereinzelt existieren Hinweise auf Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit und Mundtrockenheit.

Darreichungsformen des Reishi Pilz

Wie bereits erwähnt, ist der Reishi Pilz aufgrund des bitteren Geschmacks und der harten Konsistenz kein Speisepilz. Jedoch wird er gern als Nahrungsergänzungsmittel oder Tee eingenommen.

Reishi Tee

Der Reishitee ist die simpelste Möglichkeit den Lackporling für den Genuss aufzubereiten und die Inhaltsstoffe verfügbar zu machen. Wie man es von anderen Tees kennt nimmt man eine entsprechende Menge getrockneten Reishipilz übergießt diesen mit heißem Wasser und lässt diesen Tee mindestens 5 Minuten ziehen. Im Gegensatz zum Pulver nimmt hierbei nicht den gesamten Pilz zu sich, sondern lediglich die herausgelösten Inhaltsstoffe. Die Erfahrung zeigt aber, dass aufgrund der größeren Pilzfragmente eine nur geringe Menge an Substanzen gelöst werden.

Reishi Pulver

Hergestellt wird das Reishipulver aus dem getrockneten Pilz. Hierzu wird das Pilzmaterial schrittweise zerkleinert, bis ein feines Pulver entsteht. Die Zerkleinerung wird schrittweise durchgeführt, um die thermische Belastung gering zu halten und den Vorgang so schonend wie möglich zu gestalten. Durch das bessere Verhältnis von Oberfläche zu Masse können die enthaltenen bioaktiven Stoffe besser aus dem Pilzmaterial herausgelöst und in höherer Menge aufgenommen werden. Allerdings ist es hier sehr wichtig das Pulver sorgfältig und trocken zu lagern, da es aufgrund der großen Oberfläche dazu neigt Feuchtigkeit aufzunehmen und zu verderben.

Reishi Extrakt

Hergestellt wird der Extrakt indem heißes Wasser über das Pilzmaterial geleitet wird und so die enthaltenen Substanzen bis zur Erschöpfung aus dem Extraktionsgut herausgelöst werden. Der so erhaltene Flüssigextrakt wird dann getrocknet. Die Masse des so gewonnenen Materials ist sehr gering und so nur schwierig zu dosieren. Zudem haben getrocknete Extrakte eine unangenehme Eigenschaft, sie sind hygroskopisch. Das heißt sie nehmen große Mengen Feuchtigkeit aus der Luft auf, werden klebrig und sind so nicht mehr zu gebrauchen. Um den Reishiextrakt dosierbar zu machen und die Aufnahme von Feuchtigkeit zu minimieren, wird der Extrakt im Zuge der Trocknung auf einen Trägerstoff aufgebracht. In der Regel handelt es sich hierbei um Maltodextrin.

Reishi Kapseln

Die Reishikapseln sind sowohl mit Pulver- als auch mit Extraktfüllung erhältlich. Die pulvergefüllten Kapseln enthalten 550 mg Reishipulver pro Kapsel. Die extraktgefüllten Kapseln enthalten 410mg Reishiextrakt und 140 mg Trägerstoff (Maltodextrin) pro Kapsel. Beim Kapselmaterial wird auf Gelatine verzichtet. Hier kommt als Material Cellulose, genauer Hydroxypropylmethylcellulose zur Anwendung.

Reishi Dosierung

Die Dosierung von Reishiprodukten richtet sich vor allen Dingen nach der Darreichungsform und ist darüber hinaus individuell auf den Anwender bezogen.

Die Gesellschaft für Vitalpilzkunde e. V. gibt eine wirksame Dosis von 2-5g Reishipulver sowie 0,25-1g Reishiextrakt pro Tag an.

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